Volkslieder S - Z
Sabinchen war ein Frauenzimmer
Sabinchen war ein Frauenzimmer
Gar hold und tugendhaft
Sie diente treu und redlich immer
Bei ihrer Dienstherrschaft
Da kam aus Treuenbrietzen
Ein junger Mann daher
Der wollte Sabinchen so gerne besitzen
Und war ein Schuhmacher
Sein Geld hat er versoffen
In Schnaps und auch in Bier
Da kam er zu Sabinchen geloffen
Und wollte welches von ihr
Sie konnt ihm keines geben
Drum stahl sie auf der Stell
Von ihrer treuen Dienstherrschaft
Sechs silberne Blechlöffel
Doch schon nach siebzehn Wochen
Da kam der Diebstahl raus
Da jagte man mit Schimpf und Schande
Sabinchen aus dem Haus
Sie sprach verfluchter Schuster
Du rabenschwarzer Hund
Da nahm er sein Schustermesser
Und schnitt ihr ab den Schlund
Ihr Blut zum Himmel spritzte
Sabinchen fiel gleich um
Der böse Schuster aus Treuenbrietzen
Der stand um sie herum
Sie tat die Glieder strecken
Nebst einem Todesschrei
Den bösen Wicht tun jetzt einstecken
Zwei Mann der Polizei
In einem finstren Kellerloch
Bei Wasser und bei Brot
Da hat er endlich eingestanden
Die schaurige Freveltot
Und die Moral von der Geschichte
Trau keinem Schuster nicht
Der Krug der geht so lange zum Wasser
Bis dass der Henkel abbricht
Der Henkel ist zerbrochen
Er ist für immer ab
Und unser Schuster
Muss nun sitzen bis an sein kühles Grab
Schön ist die Welt
Schön ist die Welt
Drum Brüder lasst uns reisen
Wohl in die weite Welt
Wohl in die weite Welt
Wir sind nicht stolz
Wir brauchen keine Pferde
Die uns von dannen ziehn
Die uns von dannen ziehn
Wir steign hinauf
Auf Berge und auf Hügel
Wo uns die Sonne sticht
Wo uns die Sonne sticht
Wir laben uns
An jeder Wasserquelle
Wo frisches Wasser fließt
Wo frisches Wasser fließt
Wir reisen fort
Von einer Stadt zur andern
Wo uns die Welt gefällt
Wo uns die Welt gefällt
Schwarzbraun ist die Haselnuss
Schwarzbraun ist die Haselnuss
Schwarzbraun bin auch ich ja bin auch ich
Schwarzbraun muss mein Madel sein
Gerade so wie ich
So wie du so wie so wie du ha ha ha
So wie du so wie so wie du ha ha ha
Madel hat mirn Bussel gebn
Hat mich schwer gekränkt ja schwer gekränkt
Hab ichs ihr gleich wiedergebn
Ich nehm ja nichts geschenkt
So wie du ...
Madel hat kein Heiratsgut
Madel hat kein Geld ja hat kein Geld
Doch sie ist die Liebste mir
Auf der ganzen Welt
So wie du ...
Kernig ist die Haselnuss
Kernig bin auch ich ja bin auch ich
Wenn ich eine heiratn tu
Muss sie so sein wie ich
So wie du ...
So nimm denn meine Hände
So nimm denn meine Hände
Und führe mich
Bis an mein selig Ende
Und ewiglich
Ich mag allein nicht gehen
Nicht einen Schritt
Wo du wirst gehn und stehen
Da nimm mich mit
In dein Erbarmen Hülle
Mein schwaches Herz
Und mach es gänzlich stille
In Freud und Schmerz
Lass ruhn zu deinen Füßen
Dein armes Kind
Es will die Augen schließen
Und glauben blind
Wenn ich auch gleich nicht fühle
Von deiner Macht
Du bringst mich doch zum Ziele
Auch durch die Nacht
So nimm denn meine Hände
Und führe mich
Bis an mein selig Ende
Und ewiglich
Summ summ summ
Summ summ summ
Bienchen summ herum
Ei wir tun dir nichts zu leide
Flieg nur aus in Wald und Heide
Summ summ summ
Bienchen summ herum
Summ summ summ
Bienchen summ herum
Such in Blüten such in Blümchen
Dir ein Tröpfchen dir ein Krümchen
Summ summ summ
Bienchen summ herum
Summ summ summ
Bienchen summ herum
Kehre heim mit reicher Habe
Bau uns manche volle Wabe
Summ summ summ
Bienchen summ herum
Trarira
Trarira der Sommer der ist da
Wir wollen in den Garten
Und wolln des Sommers warten
Jo jo jo
Der Sommer der ist do
Trarira der Sommer der ist da
Wir wollen hinter die Hecken
Und wolln den Sommer wecken
Jo jo jo der Sommer der ist do
Trarira der Sommer der ist da
Der Winter leit gefangen
Wir schlagen ihn mit Stangen
Jo jo jo der Sommer der ist do
Trarira der Sommer der ist da
Der Sommer hat gewonnen
Der Winter hat verloren
Jo jo jo der Sommer der ist do
Und in dem Schneegebirge
Und in dem Schneegebirge
Da fließt ein Brünnlein kalt
Und wer des Brünnleins trinket
Und wer des Brünnleins trinket
Wird jung und nimmer alt
Ich hab daraus getrunken
Gar manchen frischen Trunk
Ich bin nicht alt geworden
Ich bin nicht alt geworden
Ich bin noch allzeit jung
Ade mein Schatz ich scheide
Ade mein Schätzelein
Wann kommst du aber wieder
Wann kommst du aber wieder
Herzallerliebster mein
Wenns schneiet rote Rosen
Und regnet kühlen Wein
Ade mein Schatz ich scheide
Ade mein Schatz ich scheide
Ade mein Schätzelein
Es schneit ja keine Rosen
Und regnet keinen Wein
So kommst du auch nicht wieder
So kommst du auch nicht wieder
Herzallerliebster mein
Ich hab das Liedlein sungen
Froh in den hellen Tag
Vom Schneeberg fließt ein Bächlein
Vom Schneeberg fließt ein Bächlein
Es rauschet Tag und Nacht
Und jetzt gang i ans Petersbrünnele
Und jetzt gang i ans Petersbrünnele
Und da trink i an Wein
Und da hör i an Guggu
Aus der Moosbudn schrein
Und der Adam hat Liab aufbracht
Und der Noah den Wein
Und der David das Zithernschlagn
Miaßn Steirer gwen sein
Kaufts mar a mein greans Gwandl
Kaufts mar a mei schean Huat
Kaufts mar a mei liabs Dirndl
Weil i einruckn muaß
I verkauf net mein Janker
I verkauf net mein Huat
I verkauf net mei Dirndl
Weil is heiraten tua
Holare diria holare guggu
Holare diria holare guggu
Holare diria holare guggu
Holare diria ho
Wem Gott will rechte Gunst erweisen
Wem Gott will rechte Gunst erweisen
Den schickt er in die weite Welt
Dem will er seine Wunder weisen
In Berg und Tal und Strom und Feld
Die Trägen die zu Hause liegen
Erquicket nicht das Morgenrot
Sie wissen nur von Kinderwiegen
Von Sorgen Last und Not um Brot
Die Bächlein von den Bergen springen
Die Lerchen schwirren hoch vor Lust
Was sollt ich nicht mit ihnen singen
Aus voller Kehl und frischer Brust
Den lieben Gott lass ich nur walten
Der Bächlein Lerchen Wald und Feld
Und Erd und Himmel will erhalten
Hat auch mein Sach aufs Best bestellt
Wenn alle Brünnlein fließen
Wenn alle Brünnlein fließen
So muss man trinken
Wenn ich mein Schatz nicht rufen darf
Tu ich ihm winken
Wenn ich mein Schatz nicht rufen darf
Juja rufen darf tu ich ihm winken
Ja winken mit den Äugelein
Und treten auf den Fuß
S ist eine in der Stube drin
Die meine werden muss
S ist eine in der Stube drin
Juja Stube drin die meine werden muss
Warum sollt sies nicht werden
Ich hab sie ja so gern
Sie hat zwei blaue Äugelein
Die leuchten wie zwei Stern
Sie hat zwei blaue Äugelein
Juja Äugelein die leuchten wie zwei Stern
Sie hat zwei rote Wängelein
Sind röter als der Wein
Ein solches Mädel findst du nicht
Wohl unterm Sonnenschein
Ein solches Mädel findst du nicht
Juja findst du nicht wohl unterm Sonnenschein
So herzlich wie mein Mägdelein
Ist keines auf der Welt
Vom Kopf bis zu den Füßelein
Ist alles wohl bestellt
Vom Kopf bis zu den Füßelein
Juja Füßelein ist alles wohl bestellt
Wenn die bunten Fahnen wehen
Wenn die bunten Fahnen wehen
Geht die Fahrt wohl übers Meer
Wollen ferne Lande sehen
Fällt der Abschied uns nicht schwer
Leuchtet die Sonne
Ziehen die Wolken
Klingen die Lieder weit übers Meer
Sonnenschein ist unsere Wonne
Wie er lacht am lichten Tag
Doch es geht auch ohne Sonne
Wenn sie mal nicht scheinen mag
Blasen die Stürme
Brausen die Wellen
Singen wir mit dem Sturm unser Lied
Hei die Wandervögel
Ziehen wieder durch die Nacht
Singen ihre alten Lieder
Dass die Welt im Schlaf erwacht
Kommt dann der Morgen
Sind sie schon weiter
Über die Berge wer weiß wohin
Wo die blauen Gipfel ragen
Lockt so mancher steile Pfad
Immer vorwärts ohne Zagen
Bald sind wir dem Ziel genaht
Schneefelder blinken
Schimmern von ferne her
Lande versinken im Wolkenmeer
Wenn ich ein Vöglein wär
Wenn ich ein Vöglein wär
Und auch zwei Flüglein hätt
Flög ich zu dir
Weils aber nicht kann sein
Weils aber nicht kann sein
Bleib ich all hier
Bin ich gleich weit von dir
Bin ich doch im Traum bei dir
Und red mit dir
Wenn ich erwachen tu
Wenn ich erwachen tu
Bin ich allein
Es vergeht kein Stund in der Nacht
Dass nicht mein Herz erwacht
Und dein gedenkt
Dass du mir viel tausendmal
Dass du mir viel tausendmal
Dein Herz geschenkt
Wenn wir erklimmen
Wenn wir erklimmen schwindelnde Höhen
Steigen dem Gipfelkreuz zu
In unseren Herzen brennt eine Sehnsucht
Die lässt uns nimmer in Ruh
Herrliche Berge sonnige Höhen
Bergvagabunden sind wir ja wir
Herrliche Berge sonnige Höhen
Bergvagabunden sind wir
Mit Seil und Haken den Tod im Nacken
Hängen wir an steiler Wand
Herzen erglühen Edelweiß blühen
Vorwärts mit sicherer Hand
Herrliche Berge ...
Fels ist bezwungen frei atmen Lungen
Ach wie so schön ist die Welt
Handschlag ein Lächeln Mühen vergessen
Alles aufs Beste bestellt
Herrliche Berge ...
Im Alpenglühen heimwärts wir ziehen
Berge sie leuchten so rot
Wir kommen wieder denn wir sind Brüder
Brüder auf Leben und Tod
Lebt wohl ihr Berge sonnige Höhn
Bergvagabunden sind treu ja treu
Lebt wohl ihr Berge sonnige Höhn
Bergvagabunden sind treu
Wer recht in Freuden wandern will
Wer recht in Freuden wandern will
Der geh der Sonn entgegen
Da ist der Wald so kirchenstill
Kein Lüftchen mag sich regen
Noch sind nicht die Lerchen wach
Nur im hohen Gras der Bach
Singt leise den Morgensegen
Noch sind nicht die Lerchen wach
Nur im hohen Gras der Bach
Singt leise den Morgensegen
Die ganze Welt ist wie ein Buch
Darin uns aufgeschrieben
In bunten Zeilen manch ein Spruch
Wie Gott uns treu geblieben
Wald und Blumen nah und fern
Und der helle Morgenstern
Sind Zeugen von seinem Lieben
Wald und Blumen nah und fern
Und der helle Morgenstern
Sind Zeugen von seinem Lieben
Da zieht die Andacht wie ein Hauch
Durch alle Sinnen leise
Da pocht ans Herz die Liebe auch
In ihrer stillen Weise
Pocht und pocht bis sichs erschließt
Und die Lippe überfließt
Von lautem jubelndem Preise
Pocht und pocht bis sichs erschließt
Und die Lippe überfließt
Von lautem jubelndem Preise
Und plötzlich lässt die Nachtigall
Im Busch ihr Lied erklingen
In Berg und Tal erwacht der Schall
Und will sich aufwärts schwingen
Und der Morgenröte Schein
Stimmt in lichter Glut mit ein
Lasst uns dem Herrn lobsingen
Und der Morgenröte Schein
Stimmt in lichter Glut mit ein
Lasst uns dem Herrn lobsingen
Wilde Gesellen
Wilde Gesellen vom Sturmwind durchweht
Fürsten in Lumpen und Loden
Ziehn wir dahin bis das Herze uns steht
Ehrlos bis unter den Boden
Fidel Gewand in farbiger Pracht
Trefft keinen Zeisig ihr bunter
Ob uns auch Speier und Spötter verlacht
Uns geht die Sonne nicht unter
Ziehn wir dahin durch Braus und durch Brand
Klopfen bei Veit und Velten
Huldiges Herze und helfende Hand
Sind ja so selten so selten
Weiter uns wirbelnd auf staubiger Straß
Immer nur hurtig und munter
Ob uns der eigene Bruder vergaß
Uns geht die Sonne nicht unter
Aber da draußen am Wegesrand
Dort bei dem König der Welten
Huldige Herzen und helfende Hand
Sind ja so selten so selten
Und der Gekrönte sendet im Tau
Tröstende Tränen herunter
Fort geht die Fahrt durch den wilden Verhau
Uns geht die Sonne nicht unter
Bleibt auch dereinst das Herz uns stehn
Niemand wird Tränen uns weinen
Leis wird der Sturmwind sein Klagelied wehn
Trüber die Sonne wird scheinen
Aus ist ein Leben voll farbiger Pracht
Zügellos drüber und drunter
Speier und Spötter ihr habt uns verlacht
Uns geht die Sonne nicht unter
Wildgänse rauschen durch die Nacht
Wildgänse rauschen durch die Nacht
Mit schrillem Schrei nach Norden
Unstete Fahrt habt acht habt acht
Die Welt ist voller Morden
Unstete Fahrt habt acht habt acht
Die Welt ist voller Morden
Fahrt durch die nachtdurchwogte Welt
Graureisige Geschwader
Fahlhelle zuckt und Schlachtruf gellt
Weit hallt und wogt der Hader
Fahlhelle zuckt und Schlachtruf gellt
Weit hallt und wogt der Hader
Rausch zu fahr zu du graues Heer
Rausch zu fahr zu nach Norden
Fahrt ihr nach Süden übers Meer
Was ist aus uns geworden
Fahrt ihr nach Süden übers Meer
Was ist aus uns geworden
Wir sind wie ihr ein graues Heer
Und fahrn in Kaisers Namen
Und fahrn wir ohne Wiederkehr
Singt uns im Herbst ein Amen
Und fahrn wir ohne Wiederkehr
Singt uns im Herbst ein Amen
Winter ade
Winter ade
Scheiden tut weh
Aber dein Scheiden macht
Dass mir das Herze lacht
Winter ade
Scheiden tut weh
Winter ade
Scheiden tut weh
Gerne vergess ich dein
Kannst immer ferne sein
Winter ade
Scheiden tut weh
Winter ade
Scheiden tut weh
Gehst du nicht bald nach Haus
Lacht dich der Kuckkuck aus
Winter ade
Scheiden tut weh
Wir lagen vor Madagaskar
Wir lagen vor Madagaskar
Und hatten die Pest an Bord
In den Kesseln da faulte das Wasser
Und täglich ging einer über Bord
Ahoi Kameraden ahoi ahoi
Leb wohl kleines Madel
Leb wohl leb wohl
Ja wenn das Schifferklavier an Bord ertönt
Ja dann sind die Matrosen so still ja so still
Weil ein jeder nach seiner Heimat sich sehnt
Die er gern einmal wieder sehen will
Wir lagen schon vierzehn Tage
Kein Wind in die Segel uns pfiff
Der Durst war die größte Plage
Dann liefen wir auf ein Riff
Ahoi Kameraden ...
Der lange Hein war der erste
Er soff von dem faulen Nass
Die Pest die gab ihm das Letzte
Und wir ihm ein Seemannsgrab
Ahoi Kameraden ...
Wir lieben die Stürme
Wir lieben die Stürme
Die brausenden Wogen
Der eiskalten Winde raues Gesicht
Wir sind schon der Meere so viele gezogen
Und dennoch sank unsere Fahne nicht
Heio heio heio heio heioho heio heioho heioho hei hei hei
Heio heio heio heio heioho heio heioho heioho
Unser Schiff gleitet stolz
Durch die schäumenden Wogen
Es strafft der Wind unsre Segel mit Macht
Seht ihr hoch oben die Fahne sich wenden
Die blutrote Fahne ihr Seeleut habt acht
Heio ...
Wir treiben die Beute mit fliegenden Segeln
Wir jagen sie weit auf das endlose Meer
Wir stürzen an Deck und wir kämpfen wie Löwen
Hei uns ist der Sieg viel Feinde viel Ehr
Heio ...
Ja wir sind Piraten und fahren zu Meere
Wir fürchten nicht Tod und den Teufel dazu
Wir lachen der Feinde und aller Gefahren
Am Grunde des Meeres erst finden wir Ruh
Heio ...
Wir sind durch Deutschland gefahren
Wir sind durch Deutschland gefahren
Vom Meer bis zum Alpenschnee
Wir haben noch Wind in den Haaren
Den Wind von den Bergen und Seen
Wir haben noch Wind in den Haaren
Den Wind von den Bergen und Seen
In den Ohren das Brausen der Ströme
Der Wälder raunender Sang
Das Geläut von den Glocken der Dome
Der Felder Lerchengesang
Das Geläut von den Glocken der Dome
Der Felder Lerchengesang
In den Augen das Leuchten der Sterne
Das Flimmern der Heidsonnenglut
Und tief in der Seele das Ferne
Das Sehnen das nimmermehr ruht
Und tief in der Seele das Ferne
Das Sehnen das nimmermehr ruht
Und du Kamerad mir zur Seite
So fahren wir durch das Land
Wir fahren die Läng und die Breite
Durch Regen und Sonnenbrand
Wir fahren die Läng und die Breite
Durch Regen und Sonnenbrand
Wir wollen zu Land ausfahren
Wir wollen zu Land ausfahren
Über die Fluren weit
Aufwärts zu den klaren
Gipfeln der Einsamkeit
Lauschen woher der Sturmwind braust
Schauen was hinter den Bergen haust
Und wie die Welt so weit
Und wie die Welt so weit
Fremde Wasser dort springen
Sie solln unser Weiser sein
Froh wir wandern und singen
Lieder ins Land hinein
Und brennt unser Feuer an gastlicher Statt
So sind wir geborgen und schmausen uns satt
Und die Flamme leuchtet darein
Und die Flamme leuchtet darein
Und wandelt aus tiefem Tale
Heimlich und still die Nacht
Und sind vom Mondenstrahle
Gnomen und Elfen erwacht
Dämpfet die Stimme die Schritte im Wald
So seht ihr und hört ihr manch Zaubergestalt
Die wallt mit uns durch die Nacht
Die wallt mit uns durch die Nacht
Es blühet im Walde tief drinnen
Die blaue Blume fein
Die Blume zu gewinnen
Ziehn wir in die Welt hinein
Es rauschen die Bäume es murmelt der Fluss
Und wer die blaue Blume finden will der muss
Ein Wandervogel sein
Ein Wandervogel sein
Wir wollten mal auf Großfahrt gehen
Wir wollten mal auf Großfahrt gehn
Bis an das End der Welt
Das fanden wir romantisch schön
Mit Kochgeschirr und Zelt
Oh Sussanna wir sind nun einmal so
Wir gehn auf große Fahrt
Zum Nordpol und nach Mexiko
So recht nach Lausbubenart
Quer durch die Wüste ritten wir
Auf einem Elefant
Das war ein selten zahmes Tier
Es fraß uns aus der Hand
Oh Susanna
Wir gingen auch auf Eisbärfang
In metertiefem Schnee
Und aßen später jahrelang
Nur Eisbär in Gelee
Oh Susanna
Wir trafen auch Old Shatterhand
Und Winnetou dabei
Die saßen nachts beim Feuerbrand
Und lasen aus Karl May
Oh Susanna
Wir kamen auch ans End der Welt
An einen Bretterzaun
Und schlugen auf das Großfahrtszelt
An Evas Apfelbaum
Oh Susanna
Da sahen wir Kolumbus stehn
Am Zaun am End der Welt
Der riet uns wieder heimzugehn
Trotz Kochgeschirr und Zelt
Oh Susanna
Wohlauf in Gottes schöne Welt
Wohlauf in Gottes schöne Welt
Lebe wohl ade
Die Luft ist blau und grün das Feld
Lebe wohl ade
Die Berge glühn wie Edelstein
Ich wandre mit dem Sonnenschein
La la la la la la la la la la la
Ins weite Land hinein ins weite Land hinein
Du traute Stadt am Bergeshang
Lebe wohl ade
Du hoher Turm
Du Glockenklang lebe wohl ade
Die Häuser alle wohlbekannt
Noch einmal wink ich mit der Hand
La la la la la la la la la la la
Und nun seitab gewandt und nun seitab gewandt
An meinem Wege fließt der Bach
Lebe wohl ade
Der ruft den letzten Gruß mir nach
Lebe wohl ade
Ach Gott wie wirds so eigen mir
So milde wehn die Lüfte hier
La la la la la la la la la la la
Als wärs ein Gruß von dir als wärs ein Gruß von dir
Ein Gruß von dir du schönes Kind
Lebe wohl ade
Doch nun den Berg hinab geschwind
Lebe wohl ade
Wer wandern will der darf nicht stehn
Der darf niemals nach hinten sehn
La la la la la la la la la la la
Muss immer weiter gehn muss immer weiter gehn
Zogen einst fünf wilde Schwäne
Zogen einst fünf wilde Schwäne
Schwäne leuchtend weiß und schön
Zogen einst fünf wilde Schwäne
Schwäne leuchtend weiß und schön
Sing sing was geschah
Keiner die Schwäne wiedersah
Sing sing was geschah
Keiner die Schwäne wiedersah
Wuchsen einst fünf junge Birken
Grün und frisch an Bachesrand
Wuchsen einst fünf junge Birken
Grün und frisch an Bachesrand
Sing sing was geschah
Keins in Blüten stand
Ja sing sing was geschah
Keins in Blüten stand
Wuchsen einst fünf junge Mädchen
Schlank und schön am Memelstrand
Wuchsen einst fünf junge Mädchen
Schlank und schön am Memelstrand
Sing sing was geschah
Keins den Brautkranz band
Ja sing sing was geschah
Keins den Brautkranz band
Zum Tanze da geht ein Mädel
Zum Tanze da geht ein Mädel mit güldenem Band
Zum Tanze da geht ein Mädel mit güldenem Band
Das schlingt sie dem Burschen ganz fest um die Hand
Mein herzallerliebstes Mädel so lass mich doch los
Mein herzallerliebstes Mädel so lass mich doch los
Ich lauf dir gewisslich auch nicht davon
Kaum löset die schöne Jungfer das güldene Band
Kaum löset die schöne Jungfer das güldene Band
Da war in den Wald schon der Bursche gerannt
Drum haltet die Burschen so fest wie es geht sie
Drum haltet die Burschen so fest wie es geht sie
Nehmen sonst Reißaus eh ihr euch verseht



