Zum Inhalt springen
Festtagsgedichte Gedichte, Verse und Lieder für jeden Anlass

Der Tag der Ernte – 2. September

Es war einmal ein fauler MannNichts wurde fertig was er begannEr wusch sich nur einmal im JahrUnd kämmte auch kaum sein HaarKeine Arbeit war ihm rechtVon Arbeit würde ihm schlechtStattdessen lag er bis Mittags im BettUnd wurde allmählich dick und fettSo saß er täglich da am TischFrass Konserven mit Schwein und FischUnd schaute gelangweilt in den GartenDort schien ein Baum auf ihn zu wartenIhm wuchsen im Frühjahr wunderschöne BlütenDaraus wurden echte Äpfel und nicht aus TütenDie Früchte wurden immer prallerUnd schrien wir wollen auf deinen TellerPflücke uns sonst müssen wir vergehenKomm her oder willst du nur zusehenDoch zu faul war der dicke MannWas gingen ihn die Äpfel anWeil er beim Lieferdienst bestellteDer täglich bei ihm schellteBald fielen die Äpfel vom BaumDen dicken Mann kümmerte das kaumDoch die Kerne keimten im nächsten JahrUnd es wuchs eine kleine Bäumchen-ScharEs gingen die Jahre ins LandUnd die Bäumchen wuchsen bis zur WandUnd weiter bis zum Schlafzimmerfenster emporWas hatten sie bloß vorSie wollten den dicken Mann überraschenEr könne dann ganz leicht nach ihnen haschenDoch der schlief ein für immerUnd sah nicht die reiche Ernte im Zimmer

© Heidrun-Auro Brenjo · www.festtagsgedichte.de

Mehr Gedichte für jeden Tag im Jahr

Alle 366

Der Tag der Fahne – 14. August

Eine Fahne einst vom Maste wehte
Als ein Vogel nach ihr spähte
Der Wind ein Freund der Fahne war
Wurde sauer als er ihn dort sah …

Der Tag des Bisses – 19. Oktober

Hat man Biss kann man viel reißen
Doch bringt es nichts sich festzubeißen
Es ist das Zubeißen im richtigen Moment
Was den einen vom anderen trennt

Der Tag der Ferse – 6. Mai

Beim Wandern durch Sand und Schnee
Oder wenn wir mit den Hacken klacken
Tut uns irgendwann die Ferse weh
Manchmal sogar bis hoch in die Backen