Schweigen im Winter
Wenn die Liebe verblutet in der sternenarmen NachtUnd sie sich freiheitstrunken vom Acker machtDann welkt das letzte Leben im faltigen SaumUnd im Mondes Silberschatten schrumpelt der Baum
Heulende Kälte blindet Scheibe und SimsUnd sterbliche Küsse frieren dahinDie Nacht kommt durchs Fenster mit erdrückenden FragenUnd grau flimmert Kälte in flüchtigen Schwaden
Erst wenn die Stimmen der Blüten sich trauenErwacht aus Kandiertem der erste FaunDann endlich scheut der fahlweiße TraumDenn das Schweigen im Winter wird das Eis niemals tauen
Alles ist erstarrt in einem glasklaren GussUnd wälzt auch die Sehnsucht die frieren mussKristalle wachsen schweigend überallhinUnd Nebelschleier ziehen mit dem eisigen Wind
Erst wenn die Stimmen der Blüten sich trauenErwacht aus Kandiertem der erste FaunDann endlich scheut der fahlweiße TraumDenn das Schweigen im Winter wird das Eis niemals tauen
© Heidrun-Auro Brenjo · www.festtagsgedichte.de
Text & Musik: Heidrun-Auro Brenjo