Aufstehen

Aufgeregt schwatzt der Morgen ins Zimmer
Schneestürme üben sich an den Scheiben zu verstecken
Bizarre Schwerter fliegen noch aus der Nacht vorbei
Der Dunkelmann vergebens den Morgen würgt
Dornen der Kälte lösen Lawinen der Bedrohung aus
Der Winter erhängt sich im Laternenlicht
Blutige Gewalt spritzt im ersten Augenaufschlag ins Kissen
Ungeschliffene Stimmbänder rauen die Tonleiter auf
Und seekranke Gedanken recherchieren
Einsamkeit trennt Leben vom Traum
Leise schleicht sich ein Gefühl ein
Flügel wachsen aus der vergessenen Saat
Wolken stürmen aus Nirwana ins Licht
Kolorierte Phantasie unterbricht jetzt nichts
Knallrot ist das Erwachen
Nach einem Todesgalopp entronnenem Alp
Oh Morgen
Glühst wie ein frisch gepresstes Entzücken
Rette den Tag
So jung und unverbraucht
Schleich getrost ins Land des Schleckens
Reise weiter
Manchmal auch ins Bad
Zähme die Waffen die ums Verrecken
Die Wecker zur Strecke reffen
Lass hinein den zarten Strahl
Begegne der Seele des Unberührten
Und der Unschuld des Lichts

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