Klatschmohn

Züngelnd die Feuerblume logiert
Im knallroten Helm das Feld regiert
Des Tages Lauf lästert sie und tratscht
Stiftet Unruhe wo sie nur kann

Doch eines Tages trägt der Wind
Menschengift zu ihr hin
Neblig die Feuerblume besetzt
Tanzt auf ihr bis sie bricht

Im Rausch geschwängert
Schwankt die Klatschrose vor sich hin
Bis sie erkennt sie klebt am Gift
Drall die Fruchtkapsel doch sie ändert nichts

Verjagt vom Wind und die Heimat verloren
Kommt sie am Schuttplatz zur Niederkunft
Gebärt auf schwankenden Stielen im Geröll
Giftrote Kinder weinend in die Welt

Doch schaffen sie es Autos zuzuwinken
Sie wollen nur eines und das ist heim
Blutrot kullern ihre Tränen
Auf der Autobahn an den Menschen vorbei

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